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WIE MAN DIE HUNGRIGEN MEDIEN FUETTERT
PR FUER DIE NEOKONSERVATIVEN: ELEANA BENADOR
by STEFANIE BOLZEN
DIE WELT
December 2, 2003

Wie man die hungrigen Medien füttert

PR für die Neokonservativen: Eleana Benador

von Stefanie Bolzen

Einige bezeichnen sie als das "Werkzeug der Falken", als die "Femme Fatale der Fanatiker". Eleana Benador nennt sich selbst einfach PR-Repräsentantin. Und obwohl die gebürtige Peruanerin abstreitet, bei der Auswahl ihrer Klienten politische Kriterien anzulegen, liest sich ihre Kartei unbestreitbar wie das Who's who der neokonservativen Elite der USA. Von dem auch in Deutschland hinlänglich bekannten Verteidigungsberater Richard Perle über James Woolsey, ehemaliger Chef des CIA, bis hin zu Ex-Außenminister Alexander Haig reicht ihr Netzwerk.

Ein Netzwerk, das sich die Mittvierzigerin im Ein-Frau-Betrieb in nur zwei Jahren aufgebaut hat. Ein Block von Persönlichkeiten, der in erstaunlich kurzer Zeit als die stärkste den Krieg befürwortende Front wahrgenommen wurde. Vor allem aber ein Block, der im Ringen um das Vorgehen nach den Angriffen vom 11. September 2001 präsenter in den Medien war als jeder andere.

Benador zieht eine andere Bilanz - noch. Ihrer Meinung nach hat die Präsenz der Konservativen - sie benutzt explizit nicht den seit geraumer Zeit gängigen und gern verwendeten Terminus Neokonservative - in den Medien noch lange nicht die Intensität erreicht, die sie sich wünscht. "Die Liberalen waren von jeher aktiver", sagt sie im Gespräch mit der WELT. Ihr Gedankengut habe sich besser verkauft, sie seien bei den Leuten besser angekommen. "Aber seit dem 11. September muss man Stellung beziehen. Wollen wir den Extremisten noch weitere Angriffe erlauben? Oder wehren wir uns? Die Liberalen haben sehr lange gebraucht, um zu reagieren."

Dass die Reaktionsfähigkeit derjenigen, die ein hartes und schnelles Vorgehen im Kampf gegen den Terrorismus befürworten, wesentlich kürzer war, lag nicht zuletzt an Benador. Sie platziert ihre "Experten", wie die in New York lebende Benador ihre Klienten bezeichnet, gezielt in den Medien. 15 bis 30 Interviews bringt sie nach eigenen Angaben pro Woche in amerikanischen, aber auch ausländischen Fernsehtalkshows unter. Manches Mal steht die zierliche Frau dabei hinter den Kulissen der Shows und interveniert im Anschluss, wenn ihre Mandanten zu oft unterbrochen wurden oder zu wenig Redezeit bekamen. Benador bringt es im Wochendurchschnitt zudem auf rund fünf Meinungsbeiträge in den führenden US-Zeitungen - ob in der "Washington Post", dem "Wall Street Journal" oder der "New York Post". Selten steht sie selbst einmal im Rampenlicht, wie jetzt auf einer Konferenz zum Thema "Mediendemokratie" in Berlin.

Ganz sicher sei nicht sie selbst ausschlaggebend dafür, dass Präsenz und Aufmerksamkeit für die Neokonservativen immens angewachsen ist. Der Grund läge vielmehr darin, dass diese als Erste und Einzige eine Antwort auf die Bedrohung des Terrorismus gegeben hätten. Benador sieht sich als ein Rädchen im Getriebe, das die richtigen Kräfte gegeneinander laufen lässt: So setzte sie dem saudi-arabischen Botschafter in London und ehemaligen Geheimdienstchef, Prinz Turki, jüngst bei einer Talkrunde im britischen Fernsehen unangekündigt die äußerst eloquente Ruth Wedgewood vor die Nase, ein glühender Falke. Und jüngst vermittelte sie einen Beitrag an eine arabische Zeitung, der die Mitglieder des nach dem Krieg eingesetzten Regierungsrats in Bagdad scharf kritisierte - und freute sich über die anschließende Welle der Empörung und Beschwerden. "Ich war mit dem Beitrag vielleicht auch nicht einverstanden. Aber nur so können die Menschen wirklich lernen, was Demokratie bedeutet."

Nach Meinung Benadors gereicht die jüngste Entwicklung im Irak und in Afghanistan den Positionen der Neokonservativen keineswegs zum Nachteil. Schließlich seien sie diejenigen, die die Interessen Amerikas wirklich verteidigen. Die Medien dagegen, so Benador, seien an der Rebellion mitschuldig: "Sie haben nur über das berichtet, was schlecht läuft." Das habe die Bösen gestärkt und die Guten geschwächt.

In nächster Zukunft will das Unternehmen Benador Associates sein Netzwerk im Nahen und Mittleren Osten ausweiten und verstärkt dortige Intellektuelle heranziehen. Die Chefin weiß eben, wie man die immer hungrigen Medien füttern muss. Und auch, dass das Rampenlicht für diese Region gerade erst angegangen ist.

Artikel erschienen am 2. Dez 2003

 

Email Benador Associates: eb@benadorassociates.com

Benador Associates Speakers Bureau
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